Fahrradsternfahrt

Die Geschichte der Hamburger Fahrradsternfahrten beginnt in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Beeinflusst durch eine intensive Umweltberichterstattung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und in den Zeitungen und durch wachstumskritische Berichte, wie "Grenzen des Wachstums" - 1972 - und die erste Ölkrise - 1973 - beginnen sich viele Umweltinitiativen zu gründen. Die Debatte um die Atomenergie und die großen Demonstrationen gegen Atomkraftwerke, z.B. in Brokdorf, Grohne und anderswo, fallen in diese Zeit.

Brokdorf_1975_Udo_Schuldt_GNU_Lizenz.jpg
Winter 1975: "Sonntagspaziergang" in Brokdorf, am Bauzaun der AKW-Baustelle,
Foto: Udo Schuldt, GNU-Lizenz

Hunderttausende vorwiegend junger Menschen engagieren sich schließlich für Umweltschutz und gegen Atomkraftwerke. Vor diesem Hintergrund finden in der Mitte der 70er Jahre, in Hamburg, große Fahrraddemonstrationen statt, die sich für eine Förderung des umweltfreundlichen Verkehrs und insbesondere des Fahrrades einsetzen.

Fahrradsternfahrt_1979.jpg 
Fahrraddemonstration 1979, Foto: Heinz Otto, GNU-Lizenz

Nach der Gründung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs und dessen Hamburger Landesverbandes, im Jahre 1981, versuchte dieser diese Tradition der großen Sternfahrten fortzuführen. Die Zahl der Teilnehmer/innen nahm jedoch mit den Jahren immer weiter ab, so dass schließlich die Sternfahrt eingestellt wurde.

Fahrradsternfahrt_1988.jpg
Foto: Heinz Otto, GNU-Lizenz

Ab 1995  begannen  Menschen aus der Hamburg Umwelt-und Verkehrsbewegung wieder mit der Protestform der Fahrraddemonstration. Diese Bündnisse traten bereits unter dem Titel "Mobil ohne Auto" an die Öffentlichkeit.


Flugblatt zur MoA-Veranstaltung 1997, Scan: Udo Schuldt, GNU-Lizenz

MoA-2001_001_GNU-Lizenz.jpg
Fahrraddemonstration im Jahre 2001, Foto: Udo Schuldt, GNU-Lizenz

Udo Schuldt, 30.9.2006

Powered By Website Baker