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Am 15.06.2008 demonstrierten rund 10.000 Teilnehmer bei der Hamburger Fahrradsternfahrt 2008 für ein besseres Fahrradklima. Die zuständige Senatorin Hajduk fuhr mit und versprach, sich für den Radverkehr einzusetzen.
Das Wetter war nicht besonders. Punkt 8.00 Uhr begann es in Wedel zu regnen. Trotzdem ging es mit rund 40 Teilnehmern Richtung Hamburg. Der Zulauf war bis zur HafenCity wohl wegen des Wetters eher verhalten. Erst in Harburg war wieder eine sehr gute Beteiligung zu verzeichnen. Der ergiebigste Schauer traf uns oben auf der Köhlbrandbrücke. Klingt ungemütlich und war es auch. Die Zusammenarbeit mit der Polizei war sehr entspannt. An der Landesgrenze zwischen Wedel und Rissen erwartete uns u.a. die Fahrradstaffel, die uns die nächsten 60 Kilometer, d.h. durch die Wilhelmsburger Reichsstraße und über die Köhlbrandbrücke zur Moorweide begleitete und stets hilfreich mitordnete - u.a. oben auf der Köhlbrandbrücke. Zwar erschwerte die Sperrung der Kattwykbrücke die Organisation der Tour 1. Aber die Freigabe der Wilhelmburger Reichsstraße (BAB / Kraftfahrstraße) für den Aufzug machte uns die Fahrt trotz des Umwegs über Harburg (bei unverändertem Zeitplan!!) erträglich und erleichterte den Wilhelmsburger Teilnehmern nebenbei den Protest gegen die Zerschneidung ihrers Stadtteils durch diese stark befahrene Straße. Ab der Köhlbrandbrücke ging es ohne längere Pausen sehr flott (diesmal erstmals durch die Versmannstraße usw.) zur Moorweide. Am Ende der Tour erwartete uns nicht nur der Ökomarkt mit seinen reizvollen Angeboten, sondern auch eine u.a. mit der Stadtentwicklungssenatorin Hajduk und dem ADFC-Mitvorsitzenden Uwe Jancke hochkarätig besetze Abschlußkundgebung. Frau Hajduk versprach die Umsetzung der noch von ihrem Vorgänger angeschobenen Fahrradstrategie zur Verbesserung des Fahrradklimas. Konkret wurde u.a. die Einrichtung eines Leihfahrrad-Systems nach Pariser Vorbild und die Verringerung der Sperrzeiten beim HVV versprochen. Dafür gab es Beifall. Uwe Jancke lobte das versprochene Umsteuern in der Verkehrspolitik, kritisierte aber auch die erkennbare Unterfinanzierung der Fahrradstrategie, die durch eine Verringerung des Radwegenetzes ausgeglichen werden müsse. Sein Vorschlag: wo eine Trennung von Rad- und Kfz-Verkehr notwendig sei, müssten Fahrradstreifen statt der üblichen Radwege angelegt werden. Weil diese Streifen von der Fahrbahn abgetrennt werden, halten sie sehr lange und verursachen weniger Unterhaltungskosten als konventionelle Hamburger Radwege. Ohne Regen klang die Veranstaltung mit einer angenehmen Mischung von Reden und Samba-Einlagen aus. Die Organisatoren bedanken sich bei den Teilnehmern für die Teilnahme und das Ertragen des (nach Wochen des Sonnenscheins und der Trockenheit) inzwischen eigentlich nicht mehr gewohnten Hambuger Wetters, bei den Ordnern für die Übernahme von Verantwortung und den Einsatz, bei der Firma Trenga de für den Besenwagen ab Harburg, bei der Polizei und insbesondere der Fahrradstaffel für die gute Zusammenarbeit, beim Ökomarkt für die gute Versorgung und bei Frau Hajduk für ihre Rede, die vielen Teilnehmern nach Jahren ohne verkehrspolitische Perspektive neue Hoffnung gegeben hat. Und hier die Links zu privaten Fotogallerien und bebilderten Berichten: Helmuts Fahrrad-Seiten (viele tolle kommentierte Fotos von der Sternfahrt 2008) Bei Helmut schlage nach, wer den Papagei bei unserer Veranstaltung sucht! Öffentliche Galerie von Günter » MOA HH 2008 André on Radtour (Bericht mit einigen hübschen Bildern) Ankes und Franks Bilder von der Tour 1 (Wedel - Blankenese - Altona - Kehrwiederspitze - Wilhelmsburg - Harburg - Köhlbrandbrücke - Moorweide) Last changed: Jun 23 2008 at 21:57:19 Back |
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