|
||||||
|
Der ADAC und die Industrie haben Biokraftstoffe wegen der Unverträglichkeit für ältere Motoren gestoppt. Damit schafften sie, was die ökologische Vernunft ohnehin gebot. Nur diese ökologische Vernunft wurde leider nie gehört. Schon seit Längerem warnten Umweltverbände vor den verheerenden Folgen des Anbaus von Ethanolpflanzen insbesondere in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Der Anbau für "Bio"-Kraftstoffe würde bzw. wird den Anbau dringend benötigter Lebensmittel und unberührte Natur brutal verdrängen. Dieses Argument ist ebenso einfach wie gerne geleugnet. Geleugnet wird ohnehin penetrant, daß neue Kraftstoffe eben nicht neue Energiequellen mitbringen, sondern die Energie auf Erden nach wie vor gewonnen werden muß. Ist das bei der Solarenergie von Kollektor auf dem Dach noch weitgehend unschädlich, weil die Fläche ohne Kollektor leer stehen und sich nutzlos aufheizen würde, wird es bei Eingriffen in die Landwirtschaft und Natur zugunsten von Ethanolpflanzen schnell kritisch, wenn nicht kriminell. Am Ende hat nicht die Reiskrise den "Bio"-Kraftstoff-Schwindel gestopt, sondern das Argument, Besitzer älterer Autos würden zum Umstieg auf teures Super-Benzin gezwungen und quasi enteignet. Interessant am Rande: andere tatsächlich wirksame Maßnahmen zur Minderung des Ausstosses von Treibhausgasen - wie z.B. niedrigere Tempolimits in Deutschland und Obergrenzen für den CO2-Ausstoß pro Wegstrecke bei Neuwagen - werden derzeit nicht ernsthaft erwogen. Bei der Verhinderung der Klimakatastrophe produzieren unsere Politiker - in Deutschland allen voran die Umweltminster des Bundes und der Länder, die selbst nur zu gerne in wahren CO2-Schleudern schnell herumgurken - nix als heiße Luft. Fazit: vor dem Hintergrund der bisherigen Diskussion ist der "Bio"-Angriff auf die für die wachsende Erdbevölkerung dringend benötigten Lebensmittelanbauflächen und die letzten Naturreservate unserer Erde nicht aufgehoben sondern nur aufgeschoben. Last changed: May 21 2008 at 21:19:57 Back |
|||||
|
||||||
|
||||||